Freitag, 23. Januar 2015

Ein Ausflug der Spitzenklasse

Liebe Lesefreunde! 

Letzten Samstag haben wir mit den Kommunionkindern einen Ausflug gemacht. Ihr werdet jetzt sicherlich denken: "Na toll, ein Ausflug! Ist ja auch noch nie da gewesen!". 
Und ich für meinen Teil muss sagen, dass ich so ein Ausflug auch noch nie erlebt habe! 

Aber alles von Anfang an: 
Letztens bekam ich von unserem Diakon Herrn Büllesbach eine Mitteilung, dass wir die Möglichkeit haben mit den Kindern eine Hostienbäckerei zu besuchen. Leider sei der Termin recht kurzfristig und vor der Kommunion auch kein Ausweichtermin mehr möglich.  
Was heißen soll: Jetzt-oder-nie

Nur leider mußte ich feststellen, dass der Termin genau auf den Geburtstag unseres Juniors fiel. Was sollten wir denn jetzt nur machen? Zuerst habe ich gesagt, dass der Termin für uns nicht so glücklich wäre. Aber dann haben wir noch einmal darüber nach gedacht: Wie oft feiert man Geburtstag in seinem Leben und wie oft hat man die Möglichkeit eine Hostienbäckerei zu besichtigen...? 
Und plötztlich fiel uns die Entscheidung ganz leicht: WIR FAHREN AUCH MIT! 

Von 27 Kindern waren 21 mit von der Partie! Ein guter Schnitt finde ich! Samstag Morgen ging es los. Alle fanden sich pünktlich an der Bahn ein. (Auch nicht selbstverständlich bei so einer großen Gruppe!) Unser Abenteuer begann mit einen Geburtstags-Ständchen für Junior! Mit der Bahn ging es auf nach Köln.


Nach einem kleinen Fußmarsch kamen wir endlich an unserem Ziel an: 
St. Maria vom Frieden - ein Kloster in Kölns Innenstadt. 
Die fast 300 Jahre alten Klostermauern waren wunderschön anzusehen und äußerst gut erhalten. Nach einer kleinen Stärkung war es endlich soweit: die große Holztür öffnete sich und Schwester Maria begrüßte uns ganz herzlich und bat uns einzutreten. 
Vom Eingang aus gelangt man direkt in die wunderschöne Kirche des Klosters. Hier begrüßte uns Schwester Maria nochmal ganz offiziell und nach einem gemeinsamen Gebet erzählte sie uns etwas über das Kloster und die tollen Kunstwerke die man in der Kirche bewundern kann! 



Dann machten wir uns auf in einen kleinen Raum, wo wir begleitet von Schwester Maria mit ihrer Gitarre, gemeinsam gesungen haben. Hier durften die Kinder Schwester Maria "löchern", wie es denn so ist in einem Kloster zu leben. Sie staunten nicht schlecht, wie "außergewöhnlich" und gleichzeitig doch ganz "normal"das Leben dort ist. Herr Büllesbach hatte noch einen kleine Überraschung für uns: jeder bekam einen Rosenkranz aus Olivenholz geschenkt. 

Nach diesem kleinen "Meeting" machten wir uns auf in die Hostienbäckerei. In einem kleinen Raum im Souterrain befand sich die mit Spannung erwartete Maschine. 



In dieser Maschine rotieren mehrere große Platten. Man kann sie sich so ähnlich vorstellen wie ein Waffeleisen, nur mit glatten Flächen oder kleinen Kreuzen drauf. Nachdem der Teig (übrigens nur Wasser und Mehl) auf die Platten gegeben wird, schließen sich diese und das Eisen wird weiter transportiert. Wenn es einmal rund gelaufen ist, sind die Hostienplatten fertig. Da diese nun knochentrocken sind, kommen sie in einen Feuchtraum. Wenn sie die nötige Elastizität wieder erlangt haben, können Sie ausgestochen werden. Dafür gibt es zwar eine Maschine, aber dort werden die Hostien auch nur einzeln ausgestochen!!! Um die Qualität zu garantieren, werden die ausgestochenen Hostien nochmals von den Schwestern per Hand sortiert und kontrolliert.
Ich kann nur sagen: Hut ab, liebe Schwestern! Es ist wirklich bewundernswert, welch eine tolle Arbeit, Sie da leisten! 

Die erste Station unseres Ausfluges hatten wir nun bereits hinter uns. Jetzt ging es auf zum Kölner Dom. Für 14 Uhr war eine Domführung für Kommunionkinder geplant. Um wieder voll aufnahmefähig zu sein, konnten wir uns im Domforum erst einmal ordentlich stärken. Die mitgebrachten Butterbrote und Getränke kamen nun endlich zum Einsatz! Einige der Kinder hatten nämlich schon Angst, dass sie verhungern könnten, wenn sie nicht jede Stunde eine vollständige Mahlzeit zu sich nehmen würden... 
Ich kann euch aber beruhigen: es ist keiner auf der Strecke geblieben. 

Unser Diakon Herr Büllesbach hatte noch eine ganz tolle Idee: wer wollte, konnte mit ihm zusammen auf den Dom steigen! Um auf die Aussichtsplattform in 97 m Höhe zu gelangen müssen 533 Stufen überwunden werden! Was soll ich sagen: KEIN Problem für unsere Kinder! 

Bei der Domführung haben wir wieder sehr viel Neues über den Dom, die tollen Fenster und die vielen Statuen erfahren. Am besten hat den Kindern das "Kinderfenster" gefallen. Dieses Fenster wurde mit dem Geld bezahlt, dass Kölner Kinder extra dafür gesammelt hatten. 

Pünktlich machten wir uns dann wieder auf den Nachhauseweg. 
Es war ein wunderschöner Ausflug, den die Kinder bestimmt nicht so schnell vergessen werden - ich übrigens auch nicht! 
Ein großes Lob möchte ich an dieser Stelle unseren Kommunionkindern aussprechen. Sie waren sehr lieb und aufmerksam und haben so zum guten Gelingen des Ausfluges beigetragen! 
Mein ganz herzlicher Dank gilt auch unserem Diakon Herrn Büllesbach  und unserer leitenden Katechetin Frau Schorn! Ohne ihren Einsatz, die tolle Planung und vor allem ihre Begeisterung wäre der Ausflug nur halb so schön gewesen! 



Bis dahin! 
Yvonne 




Kommentare:

  1. Was für ein toller, schöner und spannender Ausflug, lieb Yvonne!
    Ich habe mal eine Dokumentation über die Herstellung von Hostien im TV gesehen und das fand ich schon spannend. Aber vor Ort ist natürlich einmalig!
    Das war doch mal ein ganz besonderer Geburtstag für Junior!

    Vielen Dank für die schönen Fotos und auch für die von dem Kölner Dom. Da war ich auch einmal vor ein paar Jahren. Übrigens auch auf meinem Geburtstag!

    Ich grüße dich herzlichst, Kirsten

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    1. Liebe Kirsten,
      schön, dass dir mein Beitrag bzw. unser Ausflug gefallen hat. Für mich war es auch ein ganz tolles Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Zum Glück hatte der liebe Gott uns tolles Wetter geschickt, da macht so ein Ausflug natürlich noch mehr Spaß!
      Viele liebe Grüße! Yvonne

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